Don't Break the Oath: der Dämon, der direkt auf dich zeigt
Hörner, leere weiße Augen, überall Flammen und ein langer Krallenfinger, der direkt aus dem Bild zeigt. Egal wo du im Raum stehst, er zeigt auf dich.
Alles brennt. Gelbe und orange Flammen züngeln über das ganze Blatt, und aus ihnen beugt sich ein dunkler, gehörnter Kopf mit zwei leeren weißen Augen. Eine Krallenhand greift nach vorn, der Finger erhoben, und zeigt direkt aus dem Bild heraus. Nicht auf jemanden im Gemälde. Auf dich. Oben in der Ecke, in blutroten Buchstaben, die Warnung: don't break the oath.
Ein simpler Trick, und er funktioniert. Ein Kritiker erinnerte sich, wie er die Platte in einem Plattenladen im Einkaufszentrum entdeckte und das Gefühl hatte, der Dämon zeige ganz persönlich auf ihn.
Der Maler hinter dem Dämon
Das Cover stammt von Thomas Holm, einem Maler, der zu einem der wichtigsten visuellen Namen im Heavy Metal wurde. Für ihn war Don't Break the Oath der Durchbruch, und später malte er auch Cover für die Soloalben von King Diamond. Sein Portfolio soll weit über Teufel und Geister hinausgehen, bis hin zu Kinder-Cartoons und sogar Haustierporträts. Schwer vorstellbar, dass dieselbe Hand das hier gemalt hat und den Golden Retriever von irgendwem, aber so ist es nun mal.
Über die Jahre hat der Dämon jede Menge Lob eingesammelt und wurde als eines der eindrucksvollsten Bilder des Bösen bezeichnet, die je auf einer Platte gelandet sind. Kein Bandfoto, kein Logo auf schwarzem Grund. Nur eine Figur, eine Geste und jede Menge Feuer.

Kopenhagen, 1984
Mercyful Fate gründeten sich 1981 in Kopenhagen rund um Sänger King Diamond und Gitarrist Hank Shermann. Don't Break the Oath, ihr zweites Album, wurde im Mai 1984 bei Easy Sound Recording in Kopenhagen mit Produzent Henrik Lund aufgenommen und erschien am 7. September 1984 auf Roadrunner. Die Besetzung: King Diamond, Hank Shermann und Michael Denner an den Gitarren, Timi Hansen am Bass und Kim Ruzz am Schlagzeug.
Ein kleiner Bonus für Sammler: auf manchen Ausgaben steht ein Song als Welcome Princess of Hell. Gemeint war Princes.
Ein Schwur, schnell gebrochen
Ironischerweise hielt die Band ihren eigenen Schwur nicht lange. Im April 1985 wollte Shermann einen kommerzielleren Sound, King Diamond lehnte ab, und Mercyful Fate trennten sich. 1992 kamen sie zurück. In der Zwischenzeit hatten King Diamonds Corpsepaint und die düsteren Texte der Band schon ihre Spuren im Black Metal hinterlassen, und 1998 nahmen Metallica ein ganzes Medley ihrer Songs auf.
Über das Poster
Das ist das Artwork von Don't Break the Oath, gedruckt als großes 75 × 55 cm (30 × 22 in) Poster im Querformat, aus dem Jahr 2020. Es ist eine originale Heftbeilage, nie aufgehängt, ohne Löcher von Heftklammern, wie ausgeliefert dreimal gefaltet. Das Blatt ist beidseitig bedruckt, mit Megadeth "Rust in Peace" auf der Rückseite.
Stöber durch alle originalen Mercyful-Fate-Poster.
Kurz beantwortet
Wer hat das Cover von Don't Break the Oath gemalt?
Thomas Holm, der später auch Cover für die Soloalben von King Diamond gemalt hat.
Wann ist Don't Break the Oath erschienen?
Am 7. September 1984 auf Roadrunner Records. Aufgenommen wurde es im Mai 1984 in Kopenhagen.
Wer hat auf Don't Break the Oath gespielt?
King Diamond am Gesang, Hank Shermann und Michael Denner an den Gitarren, Timi Hansen am Bass und Kim Ruzz am Schlagzeug.
Wie groß ist das Poster?
75 × 55 cm (etwa 30 × 22 Zoll), Querformat. Es ist eine separate Beilage, hat also keine Löcher von Heftklammern, und ist wie ausgeliefert dreimal gefaltet.
Was ist auf der Rückseite?
Megadeth "Rust in Peace". Das Blatt ist beidseitig bedruckt, du entscheidest also, welches Cover an die Wand kommt.
